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Silberfiligran aus Cortina d´Ampezzo

Venezianische Goldschmiede beeinflussen die
Herstellung von Frauenschmuck aus dünnen
geflochtenen Silberfäden im 18. Jahrhundert
in Cortina. 1874 richtet die lokale Kunstschule
einen speziellen Lehrgang für Filigrankunst ein.
Die Technik verfeinert sich in der Folge,
die Produktpalette wird wesentlich erweitert.
Nach der Mitte des 19. Jahrhunderts nimmt
der Fremdenverkehr stark zu und steigert
den Bedarf an Souvenirs. Beide Faktoren
führen zu einer Blüte der Ampezzaner
Filigrantechnik,
die sich zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor
entwickelt. Berühmt werden besonders die
detailgetreuen Nachahmungen von Blumen,
vor allem Edelweiß, Maiglöckchen und
Anemonen.


Schließlich überwiegen kommerzielle Interessen
das Streben nach Innovation, die künstlerisch
orientierte Ausbildung verliert an Bedeutung.
1894 schließt die Kunstschule - kreative
Erneuerung bleibt aus. Trotzdem lebt die
Filigranproduktion in Ampezzo bis zum
Zusammenbruch des lokalen und internationalen
Marktes am Beginn des ersten Weltkriegs weiter.
   
 
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