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Wandermaler aus dem Fassatal

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts verschlechtert
sich das Leben der Menschen im Fassatal durch
Kriege, hohe Steuern, Krankheit und
Missernten. Aberglauben und Magie finden
ihren Niederschlag im Symbolismus
und Abwehrzauber der Fassaner
Dekormalerei.
Leuchtende Farben und eine Vielfalt an
Ornamenten überziehen Hausfassaden,
Stuben, Möbel und Gebrauchsgegenstände.


Ein großer Teil der Männer verbessert das karge Leben durch zusätzliche Einkünfte
außerhalb des Tals: das farbenfrohe Dekor findet vor allem in ländlichen Regionen
Mitteleuropas großen Gefallen.
Die Fassaner Maler wandern zu Fuß
durch die Dolomitentäler und über die
Alpenpässe nach Norden. Sie arbeiten in Vorarlberg, Tirol, im Salzburgischen und in Südbayern ebenso wie in der
Steiermark und in Kärnten.
Ihre Spuren finden sich auch in der Schweiz und selbst in Ungarn. Postkarten - oftmals handgemalt - berichten über Reiseziele,
Kontakte und Erlebnisse der Maler.
Die Wanderschaft der Männer bürdet den
Frauen im Fassatal zusätzlich zu Haushalt
und Familie die gesamte Feldarbeit auf.
   
 
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