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Grödner Spielzeugindustrie

Im 19. Jahrhundert verlassen jährlich viele
Millionen Stück Holzspielzeug das Grödental.
Puppen jeder Art und Größe, Schaukelpferde,
Tierfiguren und vielfältiges Spielzeug über-
schwemmen die Märkte Europas und Amerikas.
Im 18. Jahrhundert Nebenerwerb der Bauern,
entwickelt sich die Spielzeugschnitzerei im
Laufe des 19. Jahrhunderts zur Heimindustrie:
Um 1850 arbeiten im Grödental bis zu 2500
Schnitzer und Schnitzerinnen.
Die ganze Familie ist eingebunden, sogar die
Kinder müssen einfache Handgriffe ausführen.
Tag für Tag, und nicht selten die halbe Nacht, erzeugen die Heimarbeiter riesige Mengen
immer gleicher Spielzeuge.




Qualitätsabfall und wachsende
Konkurrenz bringen die exportorientierte Grödner Spielzeugindustrie
um 1900 zum Erliegen.
Die im 17.Jh. entstandene religiöse und
profane Schnitzkunst bietet
den Grödnernauch heute noch nennenswerte Verdienstmöglichkeiten.
   
 
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