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Kunsthandwerk in Ladinien

Das Kunsthandwerk gewinnt für die Ladiner
erst im späten 18. Jahrhundert eine besondere
wirtschaftliche Bedeutung.
Jedes Tal entwickelt eine eigene Produktion: Ampezzo spezialisiert sich auf
Schmuck- und Souvenirgegenstände aus
Silberfiligran für den aufblühenden Tourismus.
In Gröden entsteht neben der religiösen
Bildhauerei eine riesige Spielzeugindustrie, die
Heimarbeit mit Welthandel verbindet.
Aus dem Fassatal ziehen Jahr für Jahr
Wandermaler nach Tirol und Südbayern,
wo sie Hausfassaden, Stuben und Möbel mit
ihren bunten Ornamenten schmücken.
Das Gadertal exportiert Truhen mit einem
unverkennbaren Dekor in die Tiroler
Region.

Zwischen den beiden Weltkriegen
brechen die letzten kunsthandwerklichen
Produktionen unter den schlechten
wirtschaftlichen Verhältnissen
und dem großen Konkurrenzdruck
zusammen. Heute erinnert nur mehr die
Produktion der Grödner Holzskulpturen
an die einstige wirtschaftliche Bedeutung
des Kunsthandwerks in Ladinien.



   
 
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