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24.06.2017. Vorstellung der Installation “INTEGRA” bei der Conturineshöhle

Installation bei der Conturineshöhle/Foto Matteo Vegetti
Installation bei der Conturineshöhle/Foto Matteo Vegetti

Bei der Conturineshöhle, der Fundstelle des Ursus ladinicus, wird am 24. Juni die Installation “Integra” des Künstlers Lois Anvidalfarei und des Schriftstellers Erri de Luca vorgestellt.

Die komplexe Beziehung zwischen Natur und Mensch, gesehen von zwei Großen und zwar von Lois Anvidalfarei und Erri de Luca. Das Ergebnis der Zusammenarbeit ist die Installation „Integra“, ein Werk des Gadertaler Bildhauers mit einem eigens dafür verfassten Text des italienischen Schriftstellers und Übersetzers. Vorgestellt wird die Arbeit am kommenden Samstag, 24. Juni 2017 um 12 Uhr an einem ganz besonderen Ort und zwar bei der Conturineshöhle auf 2.750 Metern Meereshöhe. Dort, wo vor genau 30 Jahren Reste des Höhlenbären Ursus ladinicus gefunden wurden. Bis 23. September 2017 ist sie zu sehen.

Wer an der Vorstellung teilnehmen möchte, muss sich bis kommenden Freitag, 23. Juni um 12 Uhr beim Tourismusverein St. Kassian unter der Telefonnummer 0471 849 422 anmelden. Treffpunkt ist am Samstag, 24. Juni um 8 Uhr bei der Capanna Alpina in St. Kassian. Ein Mitarbeiter des Naturparks begleitet die Teilnehmenden dann zur Höhle, die auch besichtigt werden kann. Die Exkursion ist anstrengend und weist einen Höhenunterschied von rund 1.100 Metern auf. Proviant, geeignete Kleidung und Schuhwerk werden empfohlen. Bei schlechtem Wetter wird die Vorstellung auf Donnerstag, 29. Juni verschoben.

Die Kunstaktion wird vom ladinischen Landesmuseum, dem Museum Ladin organisiert. Im Sommer finden jeden Donnerstag geführte Exkursionen zur Conturineshöhle und zur Kunstinstallation statt. Informationen und Anmeldungen auf der Webseite www.altabadia.org oder www.naturparks.provinz.bz.it.

Die Conturineshöhle befindet sich im Naturpark Fanes Sennes Prags. Im Laufe der Jahrmillionen bildeten sich darin Stalagmiten und Stalaktiten, die über die Evolution der Höhle und über Klimaänderungen berichten. Vor 50.000 Jahren hauste hier 10.000 Jahre lang der Höhlenbär Ursus ladinicus. Danach wird es um die Höhle still. Bis zum Jahr 1987, als Willy Costamoling sie zufällig entdeckte. Es folgten Grabungen von Professor Rabeder und seinem Team der Universität Wien, im Rahmen deren tausende von Bärenknochen, Zähne und Schädel gefunden wurden. Seit 2011 ist dieser Fund das Kernstück des eigens dafür gegründeten Museum Ladin Ursus ladinicus in St. Kassian.