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Die Viles im Gadertal

Eine alte bäuerliche Siedlungsform

Kleine kompakte Siedlungsanlagen prägen
seit vielen Jahrhunderten das Untere Gadertal: die Viles.
Gleichmäßig verteilen sie sich über die
landwirtschaftlich nutzbaren Talhänge. In rauem Klima, auf schwierigem Gelände,
basiert das Leben der Bewohner durch
Jahrhunderte auf einer einzigartigen Form
gemeinschaftlicher Organisation sowie auf
Selbstversorgung.
Das bedeutet, gute und schlechte Böden
sind ausgewogen auf die Höfe verteilt, ein
sensibles Gleichgewicht herrscht zwischen
Ackerbau und Viehwirtschaft, Wälder und
hochgelegene Almweiden werden zum Teil
gemeinsam genutzt. Darin unterscheiden sich
diese alten Siedlungen grundlegend von den
jüngeren, auf Viehzucht spezialisierten,
einzeln gelegenen Höfen. Diese entstanden
erst im Hoch- und Spätmittelalter, als
Feudalherren den höchstmöglichen Nutzen
aus den Dolomiten ziehen wollten.



   
 
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